Kompostierung

waageKompostierung: Betriebsablauf
Alle zum Kompostplatz angelieferten, organischen Abfälle stammen von gewerblichen Betrieben, aus der Landwirtschaft, von den Kommunen und aus eigenbetrieblich anfallenden Materialien. Die organischen Abfälle wie Gras- u. Heckenschnitt, Äste, Laub, Strauchwerk, Stroh, unbehandelte Bretter, organische Friedhofsabfälle, Baumstubben und dergleichen werden sortiert und homogen zusammengemischt. Anschließend shreddern wir das Material und setzen den Rohkompost zu etwa 3 m hohen Tafelmieten auf.

Bei diesem Prozess wird das Volumen bereits auf ca. 30-40 % des Ausgangsvolumens reduziert. In der Verrottungsphase (gewöhnlich 6-9 Monate) wird das Material sechs- bis achtmal zum Lüften umgesetzt. Dies passiert gewöhnlich, wenn die Temperaturen in den Mieten unter 40° Grad Celsius sinken. Das ist ein Zeichen dafür, daß die Bakterien, die für Zersetzung und Umsetzung zu Humus verantwortlich sind, in der Regel zusätzlich Wasser und Sauerstoff benötigen. Bei idealen Bedingungen erreichen die Mieten nämlich nicht selten Temperaturen zwischen 60°-70° Grad Celsius. Das Volumen schrumpft während dieser Zeit nochmals auf 15-20 % des Ausgangsvolumen. Bei sachgemäßer Kompostierung kann daher festgestellt werden, daß keine Sickersäfte auftreten, vielmehr ein Wässern der Mieten notwendig ist. Das auf dem Gelände anfallende Regenwasser wird gezielt gesammelt und nach Bedarf zur Bewässerung der Kompostmieten eingesetzt. Rohkompost benötigt während der Verrottungsphase nämlich zusätzlich zur Eigenfeuchte im Durchschnit rd. 400 Liter Wasser pro cbm, so daß bei einer Mietenhöhe von etwa 3 Meter ca. 1200 Liter Wasser pro Quadratmeter verbraucht werden. Die Umsetzung ist beendet, wenn die Temperaturen auf normale Umgebungsluft- bzw. Erdwerte zurückgehen. Je nach Absatzlage wird dann abgesiebt. Das beim Absieben anfallende Überkorn wird zum Infizieren der neuen Komposthaufen eingesetzt. Stubben über 15 cm Durchmesser werden separat gelagert. Wenn entsprechende Mengen vorhanden sind, werden sie gebrochen und wie zuvor beschrieben geshreddert. Anfallendes Stammholz verarbeiten wir zu Schnittholz, Kaminholz oder zu Holzhackschnitzel. Rindenabfälle häckseln wir zu Rindenmulch. Um andere Korngrößen zu erreichen, werden Teilmengen abgesiebt.


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